Wookiee kam Ende 2009 im Alter von acht Wochen zu mir. Kennengelernt habe ich sie als fünf Tage altes kleines Würmchen und habe in den ersten acht Wochen ihre Entwicklung und die ihres Bruders noch bei der Mutterhündin begleitet. Eine faszinierende Zeit. Als sie endlich bei mir einzog, war ich überglücklich, denn meine sage und schreibe vier Monate ohne eigenen Hund kamen mir vor wie eine Ewigkeit.
Als Mischling aus Dackel und Deutschem Jagdterrier ist sie zwar klein aber dabei ein richtiger Hund, der mir doch recht viele „Fragen" stellte mit Einzug in das neue zu Hause. Die waren allerdings schnell geklärt und Wookiee entwickelte sich zu einer tollen Hündin. Von Anfang an begleitete die Kleine mich mit in die Tierarztpraxis und danach auf meine vielen Reisen zu Seminaren, Workshops und Praktika.
Pepe, Shiba Inu-Corgi-Terrier-Mix, kam Anfang 2012 im Alter von 12 Monaten als Pflegehund zu mir. Seine vorherige Familie wollte eigentlich einen Chihuahua bei e-bay kaufen, doch der kleine Kerl wurde dann doch immer größer und auch im Verhalten anspruchsvoller als gedacht. Als der kleine Kämpfer als Strategie die Flucht nach vorne mit Einsatz seiner Zähne entdeckte, wurde die Situation untragbar. Weder Hund noch Halter konnten so glücklich werden.
Eigentlich sollte der junge Rüde sich bei mir nur seinen „Feinschliff" abholen und dann weitervermittelt werden. Doch es kommt ja meist ganz anders als man denkt im Leben. Der Kleine hatte mein Herz bereits nach wenigen Tagen erobert und nach anfänglichem Protest ihrerseits (der dauerte gerade mal 1 Tag!) war auch Wookiee einverstanden mit "dem Neuen".
Die Beiden sind seitdem ein Herz und eine Seele. Sie sind das Chaos-Team schlechthin und mischen mit ihrer Energie so manche Hundewiese auf - nun ja, sie würden gerne aufmischen, wenn ich sie denn lassen würde. ;-)
Kaya, mein erster eigener Hund kam zu mir als ich noch bei meinen Eltern in Bad Harzburg lebte und kurz vor meinem Schulabschluss stand. Er war eine wilde Mischung, die entstand als die Mischlings-Hündin eines Freundes läufig war und sich selbstständig in der Nachbarschaft nach passenden Partnern umschaute...
Dieser plüschige süße Welpe, den ich mit 8 Wochen zu mir nahm, entwickelte sich zu dem größten Exemplar des ganzen Wurfes und war am Ende ein stattlicher Rüde mit über 50 kg Körpergewicht und einer großen Jagdleidenschaft. Er sah aus wie ein riesengroßer langhaariger Schäferhund mit einer Portion Herdenschutzhund, der von Anfang an sehr selbstständig und unabhängig, doch dabei eine absolut treue Seele mir gegenüber war. In unserer gemeinsamen Zeit stellte er mich vor viele Herausforderungen, die ich damals ohne Hundetrainer*innen irgendwie in den Griff bekam, mit jugendlichem Leichtsinn und einem guten Bauchgefühl, die wohl einfach zu diesem Hund passten.
Kaya begleitete mich 11 Jahre lang, zog mit mir zusammen in meine erste Wohnung nach Hannover und am Ende seines Lebens haben wir auch noch gemeinsam einige Jahre in Berlin gelebt. Im Nachhinein und durch meine Ausbildung zur Hundetrainerin erkannte ich nochmal auf einer ganz tiefen Ebene, was für ein besonderer Hund dieser Rüde doch war.


